Die 10 schönsten Strände der Vereinigten Staaten
Die USA haben eine Küstenlinie von über 19.000 Kilometern ohne Alaska, und mit Alaska kommen nochmals Tausende dazu. Die Strandtypen reichen von tropischen Riffen in Hawaii bis zu Eisküste in Maine — diese zehn repräsentieren das außergewöhnlichste Spektrum.
1. Hanalei Bay, Kauai, Hawaii
Hanalei Bay ist eine drei Kilometer breite Bucht an der Nordküste Kauais, eingerahmt von grünen Taro-Feldern und den Na-Pali-Bergen im Hintergrund. Im Sommer (Mai bis September) ist das Wasser ruhig und das Schnorcheln gut; im Winter bringt Nordwellen-Swell Wellen bis zu sechs Metern für Profisurfer. Das Dorf Hanalei ist der Typ Kleinstadtort, der auf Postkarten erscheint und im echten Leben tatsächlich so aussieht. Der Hanalei Pier ist ein ikonischer Aussichtspunkt.
2. Cannon Beach, Oregon
Haystack Rock — ein 72 Meter hoher freistehender Basaltfelsen — dominiert die Silhouette von Cannon Beach: schwarzer und brauner Sand, Gezeitentümpel an der Fußlinie des Felsens, Hornsturmvögel (Tufted Puffins) die von April bis Juli im Fels nisten. Das Wasser des Pazifischen Nordwestens ist kalt (11 bis 14 Grad), die Küste dramatisch, das Schwimmen möglich aber keine Hauptattraktion. Das Städtchen Cannon Beach ist touristisch gepflegt. National Scenic Area-Status schützt den Küstenbereich.
3. Coronado Beach, San Diego, Kalifornien
Coronado liegt auf einer Halbinsel südlich von San Diego, verbunden durch die markante Coronado-Brücke. Der Strand gilt regelmäßig als schönster Stadtsstrand der USA: goldener, glucosereicher Sand (der im trockenen Zustand unter Druck quietscht), Wellen für mittlere Surfer, das Hotel del Coronado (1888, Victorian-Holzarchitektur) als Kulisse. Breite, gepflegte Strandpromenade, militärische Präsenz durch den Naval Air Station North Island daneben.
4. Driftwood Beach, Jekyll Island, Georgia
Jekyll Island ist eine der staatlichen Barriere-Inseln Georgias, die gegen Überentwicklung gesetzlich geschützt sind. Driftwood Beach liegt am nördlichen Ende: ein Strand aus gebleichten, bizarr geformten Treibholz-Skeletten von Eichen und Kiefern, die durch Erosion freigelegt wurden. Der visuelle Effekt ist apokalyptisch schön und einzigartig an der Ostküste. Das Wasser ist warm (Golf Stream-Nähe), bräunlich durch Tannine aus dem Hinterland.
5. Cape Hatteras, North Carolina, Outer Banks
Die Outer Banks sind eine Kette von Barriere-Inseln auf einer der erosivsten Küstenabschnitte Nordamerikas. Cape Hatteras National Seashore schützt den größten Teil der Inseln; der Leuchtturm (der höchste in den USA) musste bereits einmal vor dem Meer zurückgesetzt werden. Der Strand ist endlos weit, mit wenig Bebauung. Haie, Rippströmungen und Unterströmungen sind real und beschildert. Windsurf- und Kitesurfspot durch konstante Winde.
6. Ka'anapali, Maui, Hawaii
Ka'anapali ist der Hauptstrandbereich von West-Maui: vier Kilometer weißer Sandstrand direkt an einer Reihe von Hotels der gehobenen Kategorie. Black Rock (Pu'u Keka'a) am nördlichen Ende ist ein Schnorchelspot mit Schildkröten und Fischen in flachem Wasser. Kl'anapali ist urban und touristisch ausgebaut; der Strand selbst ist offen und gut gepflegt. Kein Strand-Privatisierung (alle Strände in Hawaii sind öffentlich per Gesetz).
7. Siesta Key, Sarasota, Florida
Siesta Key wird regelmäßig in US-Rankings an die Spitze gesetzt: der Sand ist 99 Prozent reines Quarz-Silikat — er leuchtet weiß und ist bei Hitze kühl, weil er kein Wärme speichert. Das Wasser des Golf von Mexiko ist flach, warm und türkisfarben. Keine erkennbare Riffwelle. Regattas und Sonnenuntergänge sind die Hauptereignisse. Das Touristenpublikum ist überwiegend amerikanisch-inland.
8. Wailea, Maui, Hawaii
Der südliche Maui-Strandkorridor: Keawakapu, Mokapu, Ulua, Wailea, Polo und die Makena-Strände nördlich davon bilden eine Kette von Sandbuchten mit schwarzen Lavafelsen als Trennstücken. Das Wasser ist klar, warme und gut für Schnorcheln in den Felsspalten. Wailea ist das Luxusresort-Gebiet Mauis; die Strände sind öffentlich zugänglich, der Zugang aber teilweise durch Resortgelände erschwert.
9. Cape San Blas, Florida
Cape San Blas liegt auf der Apalachicola-Halbinsel im „Forgotten Coast" Floridas — ein Abschnitt ohne Mega-Tourismus zwischen Destin im Westen und Tallahassee im Osten. Der Strand ist weiß und ruhig; Nationalpark-Abschnitte schützen weite Teile. Nesting-Seeadler, Meeresschildkröten in der Saison, seltene Shorebird-Arten. Keine Jet-Ski-Vermietung, keine Strandclubs, kaum internationale Touristen.
10. Crescent Beach, Block Island, Rhode Island
Block Island liegt zwölf Meilen vor der Küste Rhode Islands und ist nur per Fähre erreichbar. Crescent Beach ist der Hauptstrand auf der Westseite: zwei Meilen Atlantiksand mit moderaten Wellen. Das Wasser ist kühler als der Süden (18 bis 22 Grad im Sommer). Block Island hat keine Kettenrestaurants, kein Hotel-Megakomplex und eine Selbstverpflichtung der Einwohner gegen übermäßige Entwicklung. Seehunde sind in der Umgebung der Insel häufig sichtbar.
Auf der Karte
US-amerikanische Strände sind auf der interaktiven Karte über das gesamte Kontinentalgebiet und Hawaii verteilt. Hawaii-Strände und Festlandstrände sind separate Reiseziele; die Karte hilft, die regionalen Cluster in Florida, den Carolinas, Neuengland und der Pazifikküste sichtbar zu machen.