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Die 10 schönsten Strände Indonesiens

2024-12-19

Indonesien hat über 17.000 Inseln und entsprechend viele Strände. Die Bandbreite reicht von überentwickelten Surfspots bis zu Inseln ohne Strom, die nur per Tagestour erreichbar sind. Die zehn hier ausgewählten repräsentieren dieses Spektrum.

1. Kelingking Beach, Nusa Penida

Kelingking wird durch den Aussichtspunkt bekannt: ein T-Rex-Klippen-Vorsprung über einer schmalen, türkisfarbenen Bucht. Der Abstieg zum Wasser ist steil, rutschig und dauert über eine Stunde; mehrere Besucher sind dabei gestürzt. Am Strand selbst sind die Wellen stark und der Rücksog erheblich — Schwimmen ist gefährlich und nicht empfohlen. Die meisten Besucher bleiben am Aussichtspunkt. Nusa Penida ist per Schnellboot von Sanur oder Padang Bai erreichbar.

2. Padang Padang, Bali

Ein enger Felsspaltenzugang führt auf diesen kleinen, felsumrahmten Strand im Südwesten Balis nahe Uluwatu. Padang Padang wurde durch den Film Eat Pray Love international bekannt. Der Strand ist klein und bei gutem Swell ein anspruchsvoller Surf-Spot (links-brechende Riffwelle). Außerhalb der Surfsaison (April bis Oktober) ist der Strand ruhiger. Eintritt kostenpflichtig; Affen am Eingang sind bekannt für das Stehlen von Brillen.

3. Bingin, Bali

Unterhalb der Klippen von Bingin liegt ein kleiner Strand mit blauen Wellenkämmen und einem Cluster von einfachen Surfcamps auf den Klippen darüber. Bingin ist ein linksseitiger Tube-Spot über Riff — für erfahrene Surfer bei mittlerem bis großem Swell reizvoll. Als Strand ist er eng; als Surfspot und für die Atmosphäre der Klippen-Pensions hat er Kultstatus. Niedrigwasser legt Riff-Plateaus frei.

4. Pink Beach (Pantai Merah), Komodo National Park

Der rosa Sand entsteht durch rote Korallenfragmente, die sich mit weißem Kalkstein mischen. Es gibt mehrere rosafarbene Strände auf den Komodo-Inseln; der bekannteste liegt auf der Insel Komodo selbst, nahe dem Ranger-Stützpunkt. Wasser-Klarheit ist außergewöhnlich. Schnorcheln direkt ab Strand ist möglich; Komodowarane leben auf der Insel und sind real. Das Nationalpark-Eintrittsgebühr gilt für die gesamte Region.

5. Pasir Putih, Ostjava

Bedeutet wörtlich "weißer Sand" — ein Name, den viele indonesische Strände tragen. Der bekannteste Pasir Putih liegt im Bondowoso-Distrikt in Ostjava: eine ruhige Bucht mit klarem, smaragdgrünem Wasser, ohne die Touristendichte Balis. Familien aus Surabaya fahren an Wochenenden her. Fischerboote liegen im Wasser; der Betrieb ist locker und unstrukturiert. Kein internationaler Tourismus-Zirkus.

6. Tanjung Aan, Lombok

Tanjung Aan liegt östlich von Kuta Lombok — nicht zu verwechseln mit Kuta Bali — und hat eine ungewöhnliche Morphologie: zwei Buchten mit leicht unterschiedlicher Sandfarbe (eine weiß, eine gelblicher mit runden Körnern) treffen in einem Kap zusammen. Das Wasser ist klar und ruhig im westlichen Bogen; der östliche Abschnitt hat etwas mehr Bewegung. Lombok ist erheblich ruhiger als Bali; Tanjung Aan bleibt es entsprechend.

7. Selong Belanak, Lombok

Ein langer, geschwungener Sandstrand mit sanften Anfängerwellen: Selong Belanak ist der bekannteste Surf-Lernstrand Lomboks, mit Surfschulen und Brettvermietung direkt am Strand. Das Dorf dahinter ist ein traditionelles Sasak-Fischerdorf. Der Strand ist breit, die Wellen konsistent und sanft — ideal für erste Versuche ohne Angst vor Riff.

8. Nihiwatu, Sumba

Nihiwatu — heute als Nihi Sumba bekannt — ist ein abgelegener Strand im Westteil der Insel Sumba mit einem Surfspot (God's Left) über einem Riff, das zeitweise zu den besten Linksabbiegern des Indischen Ozeans gezählt wird. Das gleichnamige Resort hat exklusiven Zugang zum Surf-Spot für seine Gäste außerhalb bestimmter Zeiten gesichert. Sumba selbst ist wenig touristisch; die Anfahrt ist aufwendig. Der Strand ist 2,5 Kilometer lang und tritt auch ohne das Resort imposant auf.

9. Banyak Islands, Aceh

Die Banyak-Inseln vor der Westküste Sumatras sind Heimat ungezählter unbewohnter oder kaum bewohnter Inseln mit weißen Sandstränden und unberührtem Riff. Das Gebiet ist eines der abgelegensten Surfreisen-Ziele Südostasiens; die meisten Besucher kommen mit gecharterten Booten. Korallendichte ist hoch, Überfischungsdruck gering. Die Anfahrt führt über Singkil in Aceh.

10. Diamond Beach, Nusa Penida

Diamond Beach liegt unmittelbar neben Atuh Beach auf Nusa Penida und ist durch den Bau einer langen Treppe (über 300 Stufen) zugänglich gemacht worden. Das Wasser ist tiefblau, der Sand weiß, die Klippen senkrecht — eine Szenerie, die auf Fotos unwirklich wirkt und in der Realität genauso aussieht. Schwimmen ist bei ruhiger See möglich; Swell aus dem offenen Indischen Ozean macht es gefährlich.

Auf der Karte

Die interaktive Karte zeigt alle genannten Strände. Die indonesische Küste ist weit verteilt — Filter nach Bali, Lombok oder den Kleinen Sunda-Inseln helfen, realistische Reisekombinationen zu erkennen.