Die 10 schönsten Strände Albaniens
Albanien ist Europas am wenigsten bekannte Strandregion. Während die nördliche Adriaküste sich durch flache Sandbuchten auszeichnet, überrascht die ionische Riviera im Süden mit steilen Kalksteinklippen, kristallklarem Tiefwasser und einer Infrastruktur, die erst in den letzten Jahren Schritt gehalten hat. Wassertemperaturen von 22 bis 26 Grad Celsius im Juli und August, kaum Strömung und niedrige Preise machen Albanien zur überzeugendsten Strandentdeckung des Balkans.
1. Ksamil, Saranda-Region
Ksamil liegt drei Kilometer südlich von Saranda direkt an der griechischen Grenze und gehört zu den schönsten Strandpunkten des gesamten Mittelmeerraums. Vier kleine vorgelagerte Inseln formen Buchten mit seichtem, türkisblauem Wasser und weißem Sandstrand. Die Wassertemperatur erreicht im Juli 25 Grad. Ksamil hat sich in den letzten Jahren stark entwickelt; die besten Spots liegen auf den Inseln selbst, die per Fähre oder Kajak erreichbar sind.
2. Gjipe Beach, Himara
Gjipe ist einer der wildesten Strände Albaniens: eine schmale Kiesbucht zwischen zwei Kalksteinwänden, nur über einen 45-minütigen Fußweg durch eine Schlucht oder per Boot erreichbar. Kein Strom, keine Infrastruktur, kaum Touristen. Das Wasser ist außergewöhnlich klar, die Wassertiefe fällt schnell ab. Nur für Schwimmer geeignet, die sich mit der eigenen Schwimmkraft sicher fühlen.
3. Drymades Beach, Palasa
Drymades liegt auf halbem Weg zwischen Himara und Dhermi: ein langer, breiter Kiesstrand mit olivgrünen Hügeln dahinter und unverbautem Blick auf die Straße von Otranto. Ausgezeichnet für Familien, da flachere Zonen nahe am Ufer existieren. Die Unterkunftspreise sind deutlich niedriger als auf Korfu gegenüber.
4. Dhermi Beach, Himara-Region
Dhermi hat sich zur beliebtesten Destination auf der ionischen Riviera entwickelt. Ein mehrere Kilometer langer weißer Kiesstrand, klares Wasser, und oberhalb des Strandes ein Dorf mit guter Gastronomie. Die Saison läuft von Juni bis September; in der Hochsaison wird es voll, aber nicht unertragbar überlaufen wie vergleichbare griechische Strände.
5. Bunec Beach, Saranda
Bunec liegt zwischen Ksamil und Sazan, abseits der Hauptrouten, und ist kaum bebaut. Ein langer weißer Sandstrand mit nur wenigen Liegeflächen, ruhiges Wasser und flacher Einstieg. Erreichbar über eine Schotterstraße oder per Boot von Ksamil. Einer der letzten echten Naturstrände in Südalbanien.
6. Mala Gjika, Porto Palermo
Die Bucht von Porto Palermo ist geprägt durch die osmanische Ali-Pascha-Festung auf einer kleinen Halbinsel. Der Strand davor ist ein kurzer Kiesstreifen in einer geschützten Bucht mit ruhigem, klarem Wasser. Kaum frequentiert und einfach zu erreichen.
7. Spile Beach, Himara
Spile liegt zwischen Dhermi und Himara und wird weniger besucht als beide. Ein schmaler weißer Kiesstreifen an einer steilen Böschung, mit fantastischem Blick auf die Inseln Korfu und Erikoussa. Ideal für Schnorcheln wegen der felsigen Abschnitte.
8. Borsh Beach, Saranda-Region
Mit fast sechs Kilometern Länge ist Borsh einer der längsten Strände Albaniens. Weißer Kies, flaches Wasser, umgeben von Olivenhainen auf den Hängen dahinter. Im Sommer kann der Nordteil voll sein; der Südteil bleibt auch in der Hochsaison ruhig.
9. Lukova Beach, Saranda
Lukova ist ein unbekannter Geheimtipp in der Nähe von Saranda: ein kleiner weißer Strand in einer halbgeschlossenen Bucht, kaum entwickelt, mit einem einfachen Restaurant direkt am Wasser. Wassertemperaturen von bis zu 27 Grad im August.
10. Plazhi i Madh, Velipoja
Im Norden Albaniens liegt Velipoja, der breiteste Sandstrand des Landes mit über zehn Kilometern Länge. Der Sand ist heller und feiner als auf den Kiesstränden im Süden. Das Wasser ist wärmer und ruhiger als an der ionischen Küste. Beliebt bei albanischen Familien, deutlich weniger bekannt im internationalen Tourismus.
Saison und praktische Hinweise
Die beste Reisezeit ist Juni bis September, mit Spitzentemperaturen im Juli und August. Die ionische Riviera ist über die Küstenstraße SH8 erreichbar, die in den letzten Jahren ausgebaut wurde. Viele Strände werden über private Mikrobusse oder Sammeltaxis verbunden. Albanien verwendet den Lek; Kreditkarten werden an manchen Strandrestaurants nicht akzeptiert, Bargeld empfiehlt sich.
Auf der Karte erkunden
Alle albanischen Strände — von Velipoja im Norden bis Ksamil im Süden — sind auf der interaktiven Karte eingetragen. Der Filter nach Albanien zeigt die vollständige Küstenlinie beider Meere.